Schröpfen

Schröpfen ist eine uralte Reiztherapie und zählt zu den ausleitenden Verfahren.

Bei dieser Methode werden mehrere kleine, glockenförmige Kuppeln, in denen ein Vakuum erzeugt wird, auf dem Rücken aufgesetzt.

Vom trockenen Schröpfen, wurde die Schröpfkopfmassage abgeleitet.

Das Schröpfen gilt als eine der ältesten Therapieformen mit Apparaten überhaupt. Es finden sich Darstellungen von Schröpfköpfen bereits im griechischen und ägyptischen Altertum.

"Alles körperliche Geschehen, insbesondere jede innere Krankheit,

zeigt sich in einer Änderung der Spannung der Körperdecke."

Dr. med. W. Kolrausch

                                             Reflexzonen

Das Schröpfen bewirkt die Aktivierung von Reflexzonen am Rücken über Segmente, die in enger Beziehung zu inneren Organen stehen und auf diese einwirken. Durch den äußeren Reiz der Schröpfglocke wird das Bindegewebe verstärkt durchblutet und die Organtätigkeit der korrespondierenden Organe stimuliert. Dieses Konzept ist auch von der Schulmedizin anerkannt (Stichwort Head'sche Zone) und wird als Erklärung für die heilenden/lindernden Effekte der Massagen, insbesondere der Bindegewebsmassagen, angeführt.

Ein Segment ist ein Abschnitt des Organismus der aus einer äusseren Hülle und inneren Organen besteht.

Es ist definiert als das Versorgungsgebiet eines Spinalnervs der aus dem Rückenmark austritt und über Organe, Knochen und Muskulatur in die Hautoberfläche mündet.

Es bildet die Basis der Wechselbeziehungen zwischen Körperoberfläche und Körperinnerem.